Trockenmauern

Eine besondere Form der Natursteinmauer ist das Trockenmauerwerk. Es besteht aus geringfügig bearbeiteten Bruchsteinen, die ohne Verwendung von Mörtel zu einer Mauer aufgeschichtet werden. Wir bieten Trockenmauersteine an, die aufgrund der Schichtung des Gesteins hauptsächlich in einer Ebene gebrochen sind und sich somit besonders für diesen Zweck eignen.
Trockenmauern können sowohl als Stützmauerwerk (Schwergewichtsmauer) zum Abfangen von Höhenunterschieden im Gelände verwendet werden oder auch als freistehende Mauer. Eine solche Mauer wird folgendermaßen ausgeführt:
- Zunächst wird ein kleines Fundament von 20 bis 30 cm Tiefe ausgehoben, mit Kies oder Schotter verfüllt und mit einer Rüttelplatte verdichtet. Dies reicht als Fundament vollkommen aus, da die Mauer aufgrund ihrer unstarren Bauweise Bodensetzungen unbeschadet übersteht. Bei gewachsenem, einigermaßen festem Boden kann auch gänzlich auf ein Fundament verzichtet werden. Die Mauer hält durch ihr Schwergewicht.
- Die Steine werden lose aufeinander geschichtet. Sie werden so angeordnet, dass sie von ihrer Form her gut ineinander greifen. Gegebenenfalls sind sie mit Hammer und Meißel nachzubearbeiten. Die Steine sind schräg mit Neigung gegen den Erddruck auszurichten und mit Kies und kleineren Bruchstücken zu hinterfüllen.
- Wenn die Mauer aus großen Steinen fertig ist, werden kleine Bruchstücke in die Fugen gehauen, um Druck gegen die andere Seite aufzubauen.
- In die Fugen einer Trockenmauer lässt sich Erdreich einbringen, welches schon beim Mauern mit Steingartenstauden bepflanzt werden kann; sofortiges Angießen ist nicht zu vergessen.
Folgende Verbandsregeln verleihen der Mauer eine ansprechende Optik und zusätzliche Stabilität: An der Vorder- und Rückfläche sollten niemals mehr als 3 Fugen zusammenstoßen. Keine Stoßfuge darf durch mehr als 3 Schichten gehen Fortlaufende Fugen vermeiden. Die Mauer wird mit besonders großen Platten abgedeckt. An den Ecken sollten die größten Steine gesetzt werden.




